Hab ich euch mal erzählt, wie wichtig mir die Schönheit der Natur ist?
3Pusteblumen.
Mein Weg zur Schule, außnahmsweise von meinem Dad aus. Ich geh an einem Baum vorbei, neben ihm wachsen Blumen. Löwenzahn und Pusteblumen.
Ich bück mich, pflück eine Pusteblume. Vorsichtig geh ich weiter. Ich könnte sie ja Philip schenken.
Berg hoch, ein paar Leute vom Berufskolleg gucken mich an. 4Stück. 3gucken ganz normal, einer bewundert mich irgendwie. Lächelnd geh ich weiter, erträume mir meine Welt wundervoll. Tür, ach da sind ja Annika und Jutta! Weiter, lächeln. Treppe, umdrehen, Treppe. Tür. "Heey, yo!" begrüße ich meine Freunde, wenn man sie so nennen kann. Lena entschuldigt sich bei mir meinen Geburtstag vergessen zu haben. Ich will weiter, aber sie will reden. Zielstrebig umdrehen, den Flur entlang laufen. Doch Lena macht sie kaputt.
Die Stunde ist um und ich seh direkt neben der Tür eine andere Pusteblume. Pflück sie, geh zu Marisa.
"Ich hab dir ein Blümchen gepflückt!" sag ich in einem kindlichen Ton und zeig sie ihr.
Sie pustet, weg.
Fine und ich gehen ein paar Meter weiter, "Ich will aber ein Pusteblümchen!". Straße, Treppe. Gespannt guck ich mich um, erkenn jedoch außer 3-4 5.und 6.Klässlern nichts.
Unkraut ! Diese blass-lila Blümchen. Ich geh hin, pflück einen "Strauch", reiß das überflüssige ab. Geh über den Parkplatz der alten Fabrikhalle. Ein Junge.. Soll ich ihm ein Blümchen schenken?
Ich geh an ihm vorbei, dahin, wo vorhin die Jungs standen die mich angeguckt haben. Und erkenn sie. Reiß sie ab, sie ist zu lang. Kürzen und zu meinen andern Blumen. Ich hör ein Motorengeräusch. Will meinen Weg beenden, schon auf der Straße stehen merke ich, dass es mein Vater ist, der auf dem Motorrad sitzt. Ich setz mich zu ihm, Bergab. Und sie fliegt mir ins Gesicht.
Pusteblumen hatten für mich schon immer was magisches.
Montag, 30. April 2012
Montag, 23. April 2012
Ich bin mind. 3x am Tag auf deiner Seite. Zuerst geh ich immer auf Niks, dann auf deine und zuletzt auf meine. Bei Nik guck ich, ob er wieder postet, bei dir guck ich, ob du noch was geschrieben hast und ob du nen neuen Kommentar hast und bei mir überprüf ich dann immer, ob noch einer meiner Leser weg ist.
Fühlt sich an, als ob niemand das hier ließt, oder? Darum könnte ich ja eigl alles schreiben. All meine Gedanken könnte ich hier sammeln. Aber ich machs nicht. Weil ich Angst hab, dass einer meiner Freunde/Bekannte das ließt und mich darauf anspricht. Und meint mir helfen zu müssen. Aber ich hab eine Idee.
Samstag, 21. April 2012
Hast du schonmal geschrieben - gelesen - geschrieben - gelesen -geweint - die Tränen weggewischt und weitergeschrieben ?
Den Abend lang gequängelt und jetzt weiß ich nicht, was ich noch machen soll. Les mir Niks Formspring durch, komm zu dem Punkt, den ich schon kenne und geh auf Facebook. Nichts. Öffne nen neuen Tab, Facebookmitteilung. *** hat deine Statusmeldung kommentiert. Vor 5Minuten. Ist klar. Eigl will ich Musik hören, find aber gerade keine Kopfhörer. Scheiße. Das Verbindungskabel von meinem iPod zum Laptop ist auch weg. Akku leer. Hab seit Woche kaum Musik gehört. Ärger mich immernoch drüber, dass meine Schwester so scheiße zu mir ist. Nur weil ich versuch ihr klarzumachen, dass sie was leisten muss, damit die eine Zukunft hat. Desshalb macht sie mich runter, meint, dass ich kein Talent hab. Aber wie ist es aus ihrer Sicht? Alle um ihr herum sagen ihr, dass sie was leisten muss. Aber sie tuts nicht. Verweigert jede Art von Mitarbeit. Stellt sich quer wo es nur geht.
Mein Dad hat angefangen uns beim Umzug zu helfen. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Klar, es gibt endlich wieder sichtliche Fortschritte, aber möchte ich überhaupt, dass er zu meinem neuem Leben beiträgt? Meine Mum war doch die, die gesagt hat, dass sie Dad nicht in der neuen Wohnung haben will. Und jetzt treffen sie sich morgen, um mein Bett aufzubauen. Mein Dad gibt mir morgen schon das Geld für Oma. Ich werd ihn direkt fragen, ob er mir direkt den Pulli bestellen kann.
Ich weiß nicht.. Ich hab Angst, dass es nicht besser wird. Ich hab all meine Hoffnung in das neue Haus gesteckt. Dass ich mich da frei fühlen kann. Dass ich mich nicht beobachtet fühl. Im letzten Jahr bin ich total paranoid geworden. Und ich bin richtig verzweifelt, weil ich irgendwie das Gefühl hab, dass meine Kindheit vorbei ist. Dabei konnt ich es garnicht genießen. Wollt früher immer groß sein und jetzt wo mich jeder mit Verantwortung vollgepumpt hat und ich alles irgendwie auf die Kette krieg bin ich so erschöpft. 1.Woche nach den Ferien und ich kann nicht mehr. Doch meine Woche ist so gut wie voll. Montag lang Schule, danach im Haus helfen. Dienstag Nachhilfe und Vorbereitung, Mittwoch Nachhilfe und im Haus helfen, Donnerstag kommt Annika zu mir, Freitag lang Schule danach direkt Jungschar und Abends dann ins Bett fallen lassen. Vielleicht gibts ja vorher noch ein Stück Kuchen, weil ich ja schon wieder älter werd..
Mein Dad hat angefangen uns beim Umzug zu helfen. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Klar, es gibt endlich wieder sichtliche Fortschritte, aber möchte ich überhaupt, dass er zu meinem neuem Leben beiträgt? Meine Mum war doch die, die gesagt hat, dass sie Dad nicht in der neuen Wohnung haben will. Und jetzt treffen sie sich morgen, um mein Bett aufzubauen. Mein Dad gibt mir morgen schon das Geld für Oma. Ich werd ihn direkt fragen, ob er mir direkt den Pulli bestellen kann.
Ich weiß nicht.. Ich hab Angst, dass es nicht besser wird. Ich hab all meine Hoffnung in das neue Haus gesteckt. Dass ich mich da frei fühlen kann. Dass ich mich nicht beobachtet fühl. Im letzten Jahr bin ich total paranoid geworden. Und ich bin richtig verzweifelt, weil ich irgendwie das Gefühl hab, dass meine Kindheit vorbei ist. Dabei konnt ich es garnicht genießen. Wollt früher immer groß sein und jetzt wo mich jeder mit Verantwortung vollgepumpt hat und ich alles irgendwie auf die Kette krieg bin ich so erschöpft. 1.Woche nach den Ferien und ich kann nicht mehr. Doch meine Woche ist so gut wie voll. Montag lang Schule, danach im Haus helfen. Dienstag Nachhilfe und Vorbereitung, Mittwoch Nachhilfe und im Haus helfen, Donnerstag kommt Annika zu mir, Freitag lang Schule danach direkt Jungschar und Abends dann ins Bett fallen lassen. Vielleicht gibts ja vorher noch ein Stück Kuchen, weil ich ja schon wieder älter werd..
Bandana #4
Wir gehen schnell zum Bus, setzten uns auf die freien Plätze an der Haltestelle. Sie trägt das gleiche wie gestern. Florentine ruft an, fragt auf welche Straßenseite sie muss. Annika antwortet und ruft sie 2Minuten später zurück. Fragt ob sie uns die Tops mitgebracht hat. Eine Freundin von Annika kommt vorbei und sie reden bis der Bus kommt. 1xKind Köln. 3,50€, Ticket nehmen und neben Annika nach ganz vorne setzen. Wir sitzen, fahren los. Annika wird angerufen. "Was?.. Oh nein!.. Hast du ne Kaputze?! .. Ja dann zieh sie schnell auf.. Egal, einfach ganz tief ins Gesicht!.. Wir sind fast da." Annika legt auf, der Bus hält, Florentine stellt sich an, steigt ein, bezahlt und quetscht sich neben mich. Nach 10Minuten kriegt Annika einen Anruf von Florentines Mutter, sie geht ran, hört sich an wie ein geschlagener Hund, antwortet eingeschüchtert"Ich fahr jetzt mit Ina nach Remscheid,.. ne das weiß ich nicht.. Hat sie nichts gesagt.. Ne weiß nicht wo Flo ist..Ouh.. Ja okay, es, es tut mir leid. Okay." Und gibt das Telefon weiter an Florentine. Sie antwortet traurig mit einem Touch Vorwurf. Ich sitz inzwischen auf Annikas Schoß. In den kurzen Pausen, wenn keiner telefoniert, diskutieren wir darüber wie intollerant unsere Eltern doch sind. Ich sag so gut wie nichts, da meine Mutter kein Problem damit hat, wenn ich was machen will. Ohne elterliche Aufsicht. Panisch ruft Annika ihre Mutter an, spricht ihr auf die Mailbox, dass sie mit mir in Köln ist. Florentine drückt ihre Mum ein paar mal weg. Sie ruft ihren Dad an, fragt ihn, ob er nicht mit ihrer Mum sprechen könnte. Annika immernoch hibbelig, da sie Angst hat Ärger zu kriegen. Ich sitz nur da, und denk mir, dass es nicht gesund sein kann, wenn man Angst vor seinen Eltern hat. Annika kriegt nen Anruf, geht ran, hört sich so an als müsste sie fast weinen, legt auf und steigt bei der nächsten Haltestelle aus.
Donnerstag, 19. April 2012
Bandana #3
"Ich war traurig, dass du überhaupt nicht mehr erschienen bist, warum?"1000 möglich Antworten fallen mir ein. Doch eigl ging die Nachricht garnicht an mich. Viel mehr an meine kleine Schwester. Wie sollte es denn sein? Kann doch nicht sein, dass er traurig war. Wäre er es gewesen hätte er was dagegen gemacht. Er tut so als würden wir ihn interessieren. Eigl macht er es nur, damit er sagen kann, dass er Kontakt zu uns hat. Bestimmt tut er das. Liebe hat man bei ihm nie erfahren. Er war immer der große Mann der freitags von der Arbeit kam. Früher sind wir noch an ihm hochgeklettert, wollten nen Kuss, bei ihm pieckste immer der Bart in unsere weichen Gesichter. Und seine Umarmungen waren steif und kein wenig liebevoll. Manchmal brachte er kleine Lunchpackete mit, auf die wir dann immer stolz waren. In jedem ein paar Scheiben Brot, Wurst, Käse, Butter, ein Apfel und ein Getränk. Mit dem waren wir so selbstständig. So 6,5 und 3. Und soo selbstständig. Dann verschwand er in sein Zimmer und war Montag wieder weg.
Jedes Mal, wenn ich bei ihm bin und eine Freundin dabei ist, trinken wir aus Protest ein Bier. Zumindest trink ich es aus Protest. Nicht weils mir schmeckt, nein, dass nicht. Einfach nur, weil ich hoffe, dass er es merkt und so tut als müsste er mich erziehen. Damit ich mich darüber wieder lustig machen kann. Er weiß ja garnicht, wie ich bin. Dass ich schreibe, gern schreibe. Vielleicht weiß er noch, dass ich gern tanze. Eigl soll ich nicht, aber ich mach einfach. Ich schreibe "Von Ina jetzt: Eventuell, weil du nicht das geringste Intresse uns gegenüber zeigst?"
Dienstag, 17. April 2012
Forever Alone 2
1.Klasse, ich:keine Freunde. Das andere kleine blonde Mädchen ist noch im Kindergarten. Ich bin 5 und klein und blond. Als erstes hab ich mich mit Saskia angefreundet. Zusammen haben wir mit Barbies gespielt. Zusammen lesen und schreiben gelernt. 1.Klasse vorbei. Ich bin immernoch klein und blond. Und schüchtern. Ich weiß nicht mehr genau wann, aber irgendwann ist Saskia gegangen. Vor der 3.Klasse war sie weg. Meine beste Freundin. Eine Zeit lang hab ich mich mit Derya getroffen. Sie wohnt direkt beim Spielplatz. 2.Klasse kam dann glaub ich Lukas zu uns. Wir hatten fast den gleichen Schulweg. 3.Klasse, Jana kommt in meine Klasse. Wir wurden recht schnell beste Freunde. Irgendwann, keine Ahnung.. Lukas geht so 1-2m vor mir nach Hause. Er bleibt stehen. Bis ich ganz nah vor ihm steh. Geht dann weiter. Bleibt stehen, geht weiter. So ging es ein paar Tage lang nach der Schule. Stolz. Lukas ist lustig. Ich, 8. Klein und schüchtern. Stolz erzähl ich meiner Mutter, dass Lukas schon wieder stehen geblieben ist. Bis ich gaanz nah vor ihm stand. Meine Mutter, die im Vorratsraum stand, öffnete das Fenster und rief ihn. Lud ihn zu uns ein. Und so wurden wir Freunde. So war es. Fast jeden Tag hatte ich Besuch. Jana, Lukas oder beide. Irgendwann kam Alex dazu. Der große Alex mit den bunten Haaren. Ein Freund von Lukas und seinen Brüdern.
Sommer. Lukas und ich sind auf dem Spielplatz. Vielleicht waren es die Sommerferien nach der 4.Klasse? Ich war schon immer ein bisschen in Lukas verknallt. Er war so cool und lustig und frech und kreativ und ..mein bester Freund? Er lag im Sand, ich mit meinem Kopf auf seinem Bauch. Nicht, dass ich Sand in die Haare krieg. Ein kleines Kind läuft zu uns. Sieht ein wenig geschockt aus. Man sieht auch nicht alle Tage einen 11jährigen und eine 9jährige unterm Klettergerüst im Sand liegen. Vorallem nicht als Kindergartenkind. Lukas setzte sich hin und küsste mich. Und das war er, mein 1.Kuss.
Bandana #1
Zu meinem Vater, wenn man ihn so nennen kann. Scheiße ist er. Richtig scheiße. Und ich interessier ihn nen scheiß. So ist es halt in meiner Familie. Ne Kreissäge und nen Akkuschrauber brauch ich. "Ich hab meine 3Akkuschrauber und all meine Bohrmaschienen in Leverkusen, bei Tina." Verständlich, dass die 2 Menschen die ein Gartenhaus bauen 3Akkuschrauber brauchen. "Denkst du, ich könnte zumindest unter der Woche mal in die Werkstatt um..?"-"Nein. Das ist viel zu gefährlich. Du bist 13. Du hast doch keine Ahnung wie schnell da mal ein Daumen drunter ist."
"Morgen?"
"Kind. Ich wohn in nem Mietshaus, da kann man nicht an einem Sonntag sägen!"
Er wirkt schon beinahe aggressiv und ich weiß, dass es ihm egal ist, dass ich ein Problem hab. Warum auch nicht?
Annika und ich ziehen ab. Ich bin genervt, will eigl nur mein Bett bauen. Und das von Eva. Und das von Flo. Und ganz eigl will ich nur umziehen. Und ganz ganz eigl will ich nur Platz und Zeit für mich. Und ne Tür. Und Rolladen. Und weit weg von diesen Perverslingen, die wild über mich spekulieren. Nur leider sind sie überall. Sitzen mit ihren Fernrohren auf irgendwelchen Liegestühlen.
"Meine Wände wurden endlich gestrichen!"-"Ich weiß.. ich hab mal durchs Fenster reingeguckt.". Widerlich. Echt.
"Morgen?"
"Kind. Ich wohn in nem Mietshaus, da kann man nicht an einem Sonntag sägen!"
Er wirkt schon beinahe aggressiv und ich weiß, dass es ihm egal ist, dass ich ein Problem hab. Warum auch nicht?
Annika und ich ziehen ab. Ich bin genervt, will eigl nur mein Bett bauen. Und das von Eva. Und das von Flo. Und ganz eigl will ich nur umziehen. Und ganz ganz eigl will ich nur Platz und Zeit für mich. Und ne Tür. Und Rolladen. Und weit weg von diesen Perverslingen, die wild über mich spekulieren. Nur leider sind sie überall. Sitzen mit ihren Fernrohren auf irgendwelchen Liegestühlen.
"Meine Wände wurden endlich gestrichen!"-"Ich weiß.. ich hab mal durchs Fenster reingeguckt.". Widerlich. Echt.
Donnerstag, 12. April 2012
"Bandana" Einleitung
Michelle und Katharina, beste Freunde durch ein unscheinbares Erlebnis. Abends in "Habbo". Wir wollen zusammen eine sich gegenseitig ergänzende Geschichte erzählen, von uns (siehe "Partnerblog").
12Tage verbrachten Michelle und Katharina zusammen im Wohnwagen hinterm Haus von Michelles Familie. Doch nun ist es Zeit sich zu verabschieden, in den tristen Alltag zurückzukehren. Nach Hause für Ina, in die 4Stunden entfehrnte Stadt Melwersheim (NRW) und Michi bleibt in Renach, einem kleinem Dorf in Baden-Württemberg.
12Tage verbrachten Michelle und Katharina zusammen im Wohnwagen hinterm Haus von Michelles Familie. Doch nun ist es Zeit sich zu verabschieden, in den tristen Alltag zurückzukehren. Nach Hause für Ina, in die 4Stunden entfehrnte Stadt Melwersheim (NRW) und Michi bleibt in Renach, einem kleinem Dorf in Baden-Württemberg.
Forever Alone 1
Wie viele andere möchte auch ich über mein nicht besonders spektakuläres Liebesleben schreiben. Ich möchte vorne anfangen. Im Kindergarten. Momentan läuft bei mir nichts, 1:0 für die Einsamkeit. Gleichgültigkeit. Nach und nach werdet ihr hoffentlich besser verstehen können warum ich auf was wie reagier. Wüsst ich auch gern. Manchmal. OKay, go.
Damals, im Kindergarten. Ich, klein, sehr klein. Blond. Haare bis kurz über die Schultern, gerader Pony bis zu den Augenbrauen. Platinblond & klein. Lieblingsfarbe:rot. Wie die von Mama. Hausschuhe. Waren nie so mein Ding. Wurde glaub ich jeden Tag von Mimi zum Kindergarten gebracht. Hausschuhe, nie so meins. Andauernd. Andauernd hab ich sie verloren, hab dafür Ärger gekriegt. Das letzte Mal, an das ich mich erinner. Hausschuhe, weg. Kein Problem, dann lauf ich da auf Socken rum.
Schüchtern. Keiner mochte mich, was war ich nur ein Opfer im Kindergarten. Den ganzen, wirklich den ganzen Tag hab ich mich hinterm Sessel versteckt. Wie alt ist man im Kindergarten? 4? 4jähriges kleines Mädchen den ganzen Tag hinterm Sessel, hat Angst. Ich war nicht besonders gut im Freunde machen. Bis sie kam. Klein, ein wenig kleiner als ich. Blond, Haare etwas länger. Platinblond. Grüne Augen. Beste Freundin, einzige Freundin.
Und es war Liebe, Liebe auf den ersten Blick. Er, ich glaub sein Name war Marcel. Der Junge mit der roten Mütze. Der, der von Anfang an Freunde hatte. Er spielte Lego, nein Duplo. Mit 3 Freunden. Ich ging hin, ich weiß nicht, ob ich was gesagt hab. Ich ging hin und setzte mich in die Mitte von deren Kreis. Er ging weg und es war Liebe. Liebe auf den ersten Blick. Ich hab ihn glaub ich nie wieder gesehen.
Damals, im Kindergarten. Ich, klein, sehr klein. Blond. Haare bis kurz über die Schultern, gerader Pony bis zu den Augenbrauen. Platinblond & klein. Lieblingsfarbe:rot. Wie die von Mama. Hausschuhe. Waren nie so mein Ding. Wurde glaub ich jeden Tag von Mimi zum Kindergarten gebracht. Hausschuhe, nie so meins. Andauernd. Andauernd hab ich sie verloren, hab dafür Ärger gekriegt. Das letzte Mal, an das ich mich erinner. Hausschuhe, weg. Kein Problem, dann lauf ich da auf Socken rum.
Schüchtern. Keiner mochte mich, was war ich nur ein Opfer im Kindergarten. Den ganzen, wirklich den ganzen Tag hab ich mich hinterm Sessel versteckt. Wie alt ist man im Kindergarten? 4? 4jähriges kleines Mädchen den ganzen Tag hinterm Sessel, hat Angst. Ich war nicht besonders gut im Freunde machen. Bis sie kam. Klein, ein wenig kleiner als ich. Blond, Haare etwas länger. Platinblond. Grüne Augen. Beste Freundin, einzige Freundin.
Und es war Liebe, Liebe auf den ersten Blick. Er, ich glaub sein Name war Marcel. Der Junge mit der roten Mütze. Der, der von Anfang an Freunde hatte. Er spielte Lego, nein Duplo. Mit 3 Freunden. Ich ging hin, ich weiß nicht, ob ich was gesagt hab. Ich ging hin und setzte mich in die Mitte von deren Kreis. Er ging weg und es war Liebe. Liebe auf den ersten Blick. Ich hab ihn glaub ich nie wieder gesehen.
Montag, 9. April 2012
Wie ich die Welt erkläre
Es ist ganz einfach. Am Anfang ist jeder wie ein unbehandeltes Stück Ton. So wie Ton besteht man aus etwas. In unserem Falle aus dem was unsere Eltern zusammengemixt haben. Ab der Geburt an werden wir von unserer Umwelt geformt. Das können wir kaum beeinflussen. Wir wachsen herran, all die Erfahrungen haben zu uns beigetragen. Wir sind nun ein Kunstwerk, eine Tonfigur. Ein paar Jahre lang haben wir die Chance unsere Schönheit auszuleben, die Welt zu sehen, an unserer Ausstrahlung zu pfeilen. Unseren Glauben, sprich die Farbe die wir haben, zu ändern. Je nachdem wie aktiv wir sind verändert sich unser Licht. Unsere Stimmung bestimmt unsere Position in der Galerie der Welt, unsere Interessen sind die Umgebung in der wir stehen. Doch die Galerie müssen wir irgendwann verlassen. Die Erfahrungen die wir gesammelt haben vermischen sich friedlich mit unserem Rest. Wir haben uns selbst nie so richtig bestaunt. Friedlich sollen wir werden. Wir gehen ein. Werden müde Tonhaufen. Verhärten. Sind tot.
Eigentlich sollte es so sein.
Selfmade Pictures
Eigentlich sollte es so sein.
Selfmade Pictures
Samstag, 7. April 2012
Landliebe
Ruhe. Auf dem Land ist alles friedlich.
Was soll hier auch schon groß Unruhe bereiten?
Die Menschen? Haha.
Es ist wahrscheinlicher, dass, wenn du was hörst, es ein Baum ist der umkippt.
Endlich mal keine assozialen Kinder, die Böller auf Autos werfen, nicht zur Seite gehen, wenn du passieren willst. Die dir dumm hinterher rufen. Und ich red von den Grundschülern.
Jugendliche sieht man eher selten. Alle vergammeln sie vor Facebook.
Max Mustermann poked you. Internetbefummelung, statt Reallifegeschubse.
Die alten Menschen verwenden schon Ausdrücke wie "Scheiße".
Ich,-Das Mädchen aus der Großstadt.
30.000-40.000Einwohner. Nicht die Welt. Der wichtigste Teil, da es mein Städtchen ist, aber nicht die Welt.
Nicht eure.
Ich komm von hier weg, in den Ferien.
Aber ehrlich gesagt, will ich hier leben. Mein persönliches Kaffkaff.
Mit den Leuten von Dorf versteh ich mich, keiner kommt blöd.
Nur, dass ich sie nicht versteh. An diesen Dialekt werde ich mich nie gewöhnen.
Seit ich hier bin rede ich weniger, weil ich nie weiß, worum es geht.
Ich bleib länger wach und bin mehr draußen. Es ist wärmer, oder bilde ich mir das ein? Nein, es ist so.
Hier leben wollen würde ich nicht. Ich brauch meine Autos die mich wach hupen und Assis die mich angaffen, meine Omas, die sich mitten auf dem Gehweg unterhalten und meinen Dreck über den ich springen muss.
Hier würde ich noch Angst kriegen nie von irgendwem bemerkt zu werden. Krass, wie klein man sich vorkommt.
"Wie groß ist Karlsruhe so ungf.?"
-"Fast so groß wie Ina."
Was soll hier auch schon groß Unruhe bereiten?
Die Menschen? Haha.
Es ist wahrscheinlicher, dass, wenn du was hörst, es ein Baum ist der umkippt.
Endlich mal keine assozialen Kinder, die Böller auf Autos werfen, nicht zur Seite gehen, wenn du passieren willst. Die dir dumm hinterher rufen. Und ich red von den Grundschülern.
Jugendliche sieht man eher selten. Alle vergammeln sie vor Facebook.
Max Mustermann poked you. Internetbefummelung, statt Reallifegeschubse.
Die alten Menschen verwenden schon Ausdrücke wie "Scheiße".
Ich,-Das Mädchen aus der Großstadt.
30.000-40.000Einwohner. Nicht die Welt. Der wichtigste Teil, da es mein Städtchen ist, aber nicht die Welt.
Nicht eure.
Ich komm von hier weg, in den Ferien.
Aber ehrlich gesagt, will ich hier leben. Mein persönliches Kaffkaff.
Mit den Leuten von Dorf versteh ich mich, keiner kommt blöd.
Nur, dass ich sie nicht versteh. An diesen Dialekt werde ich mich nie gewöhnen.
Seit ich hier bin rede ich weniger, weil ich nie weiß, worum es geht.
Ich bleib länger wach und bin mehr draußen. Es ist wärmer, oder bilde ich mir das ein? Nein, es ist so.
Hier leben wollen würde ich nicht. Ich brauch meine Autos die mich wach hupen und Assis die mich angaffen, meine Omas, die sich mitten auf dem Gehweg unterhalten und meinen Dreck über den ich springen muss.
Hier würde ich noch Angst kriegen nie von irgendwem bemerkt zu werden. Krass, wie klein man sich vorkommt.
"Wie groß ist Karlsruhe so ungf.?"
-"Fast so groß wie Ina."
Sonntag, 1. April 2012
Rote Schuhe
Rote Schuhe, eine rote Leopardenleggins, ein schwarzes Top mit weißer Schrift und einem rotem Herz. Darüber eventuell noch eine viel zu große Männerstrickjacke in schwarz von Family.
So wird Michi mich morgen sehen. Natürlich bin ich dann total müde, mein Hintern wird wehtun. Vielleicht ist meine Schminke verwischt. Meine Haare werden nicht perfekt liegen. Vielleicht ist es windig. Schwarze AdidasTasche und fetter Koffer. Wie lang bin ich da? 11Tage? Mein Koffer ist voll. Voll von Klamotten, meinem Laptop, Michis Geschenk (Ich hoffe es gefällt ihr besser als mir), ein paar Sachen von Michi,..Schminke.. Alles was ich zum leben brauch. Mir wird ein bisschen kalt sein und ich werde mit leichten Kopfschmerzen aus dem Zug aussteigen. Neben mir wird wieder jemand gesessen haben, der wieder kein Wort mit mir geredet hat. Auf der Busfahrt wird die Sonne aufgegangen sein. Ich werde fast allein sein im Bus. Was ich für Michelle nicht alles auf mich nehm.
Die Nacht werde ich viel zu kurz geschlafen haben, aus Vorfreude. Ich werde im Bett liegen, in den Spiegel gucken und mir sagen "Letztes Mal, dann Michelle." Ich werde mich wieder umdrehen, versuchen NICHT auf der Seite zu liegen, die eh schon total durchgelegen ist. Ich werde mir wieder irgendwelche gruseligen Sachen ausdenken, ein wenig Panik schieben. Schließlich hab ich Angst im dunkeln.
Ich werde wieder viel zu lange Haare waschen, gestresst nochmal an den Pc wollen. Ich werde mir gleich die Schuhe anziehen, durch die Wohnung meines Dads maschieren, bestimmt wieder irgendwas vergessen. Den Film und das Stimmgerät einpacken, die Haustür abschließen und zum ersten Mal "Letztes Mal, dann Michelle." sagen.
So wird Michi mich morgen sehen. Natürlich bin ich dann total müde, mein Hintern wird wehtun. Vielleicht ist meine Schminke verwischt. Meine Haare werden nicht perfekt liegen. Vielleicht ist es windig. Schwarze AdidasTasche und fetter Koffer. Wie lang bin ich da? 11Tage? Mein Koffer ist voll. Voll von Klamotten, meinem Laptop, Michis Geschenk (Ich hoffe es gefällt ihr besser als mir), ein paar Sachen von Michi,..Schminke.. Alles was ich zum leben brauch. Mir wird ein bisschen kalt sein und ich werde mit leichten Kopfschmerzen aus dem Zug aussteigen. Neben mir wird wieder jemand gesessen haben, der wieder kein Wort mit mir geredet hat. Auf der Busfahrt wird die Sonne aufgegangen sein. Ich werde fast allein sein im Bus. Was ich für Michelle nicht alles auf mich nehm.
Die Nacht werde ich viel zu kurz geschlafen haben, aus Vorfreude. Ich werde im Bett liegen, in den Spiegel gucken und mir sagen "Letztes Mal, dann Michelle." Ich werde mich wieder umdrehen, versuchen NICHT auf der Seite zu liegen, die eh schon total durchgelegen ist. Ich werde mir wieder irgendwelche gruseligen Sachen ausdenken, ein wenig Panik schieben. Schließlich hab ich Angst im dunkeln.
Ich werde wieder viel zu lange Haare waschen, gestresst nochmal an den Pc wollen. Ich werde mir gleich die Schuhe anziehen, durch die Wohnung meines Dads maschieren, bestimmt wieder irgendwas vergessen. Den Film und das Stimmgerät einpacken, die Haustür abschließen und zum ersten Mal "Letztes Mal, dann Michelle." sagen.
Abonnieren
Posts (Atom)