Weißt du, was schmerzt? Was so richtig brennt in der Wunde?
Wenn dein Freund, dein fester Freund dich an jedem nur erdenklichen Augenblick mit ihr vergleicht. Dir keinen Platz lässt für Individualentwicklung lässt.
Dich nicht sehen will.
Dir ins Gesicht sagt, dass er "schon eifersüchtig wäre, wenn sie nen Freund hätte".
Weißt du, was außerdem so richtig reinhaut?
Wenn sie eingeliefert wird.
Und du versuchst. Versuchst, versuchst, versuchst sie zu erreichen.
Mit ihr zu reden. Schließlich seid ihr beste Freunde.
Wenn du so verdammt viel Zeit darein investierst, dich mit so vielen Menschen auseinander setzt, nur für ein "Hallo" oder ein "Ich vermisse dich auch."
Und sie die Chance hat dir zu antworten, es aber nicht tut.
Schonmal drüber nachgedacht, was zusätzlich richtig kränkt?
Wenn du mit deinem festen Freund Schluss machst, weil du weißt, dass es ihr nicht gut tut und er ihr weh tut, er ihr gesagt hat, dass "sie sich doch umbringen soll".
Und als Dank für deine Nächstenliebe deiner Freundin gegenüber sie mit ihm zusammen kommt.
Interessiert daran, was auch noch quält?
Wenn diese Freundin dir immer weiter aus dem Weg geht und du dich allein fühlst.
Wenn all die Male, als du für sie da sein wolltest, einfach nichts bedeuten.
Wenn du von ihr nicht erwarten kannst, dass es ihr auch nur auffällt, wie zerfetzt deine Psyche ist und wie fertig es dich macht ihr so viel zu geben, wenn sie deine Nähe nicht mal wollen scheint.
Ne Ahnung, was dich sonst auch noch richtig zum Leiden bringt?
Wenn du dich um eine Person kümmerst, die durch sie vergleichbar leidet. Weil sie diese Person auch nicht will, nicht so, wie er sie. Nicht mehr als Freundschaft. Nicht mehr als "Ich-lass-dich-zappeln-und-brauch-dich-dann-wenn-es-mir-mal-schlecht-geht-und-ich-mich-bei-dir-ausheulen-kann".
Und ihr euch versteht, tröstet, redet, Zeit miteinander verbringt, mögt, näher kommt, Gefühle entwickelt.
Was dann weh tut, so richtig arg und penetrant, ist, wenn sie dann wieder kommt und mehr Zeit von ihm will, mehr von ihm allgemein, mehr will.
Was tut man da? Seiner labilen "Freundin" sagen, dass man selbst mal dran ist? Dass sie sich zurückhalten soll?
Sie sagt, dass sie sauer auf ihn ist, weil er ihr anscheinend Hoffnung macht, aber Hoffnung wofür?
Für etwas, was sie nur haben will, weil du es gerade hast?
Warst du je mehr für sie, als eine vorteilbringende Situation?
Mittwoch, 21. Mai 2014
Sonntag, 11. Mai 2014
Ich bin es leid
Was soll ich tun, wem soll ich schreiben?
Es tut weh zu hören, dass sie uns beide nicht zusammen ertragen kann.
Es tut weh, dass meine ehemals beste Freundin, für die ich alles tun wollte, die ich so sehr retten wollte, wegen der ich so viel geweint und auf mich genommen hab, es mir nicht gönnt eine Beziehung mit jemandem zu führen, dem das helfen würde.
Ich bin sicher, dass wir uns gegenseitig gut tun können.
Niemand hat gesagt, dass sie deshalb im Stich gelassen wird.
Er verbringt immer noch so verdammt viel Zeit mit ihr. Es fällt mir schwer, sehr sehr schwer, nicht neidisch zu sein.
Seit nun eineinhalb Jahren bin ich immer nur die zweite Wahl, immer nur der Back-up-Plan, immer nur die Freundin, die die Freundin der Bekannten ist, auf die man eigentlich steht. Nie mehr als ein Zeitvertreib.
Dann bin ich halt ein Zeitvertreib. Der dauernd lächelnde Zeitvertreib. Die happy pappy Ina, die keine süße.
Ist okay.
Es tut ja noch nicht weh, es ist ja noch schön. Es fühlt sich doch gut an morgens nebeneinander aufzuwachen und sich zu umarmen, sich keine süße Nachrichten zu hinterlassen und gegenseitig Kaffee zu kochen. Händchen zu halten. Zigaretten zu verschenken.
Ich verstehe, dass sie ihm viel mehr bedeutet, als ich es tue. Reicht das nicht?
Können wir keine schöne Zeit haben und uns für einander freuen?
Offiziell heißt es, dass er und ich zusammen sind und sie von ihm nicht mehr als Freundschaft will und dass er das akzeptiert.
Aber ich spüre doch, dass das gelogen ist, spüre doch, dass ich irgendwie eine Hürde für sie bin und dass er seine Zeit mit ihr nutzen will.
Was heißt es denn inoffiziell?
Können wir nicht einfach ehrlich sein? Und höflich? Zuvorkommend? Gönnend? Froh für einander?
Wieso verfallen wir immer und immer wieder in die gleichen beschissenen Rollen?
Was hab ich ihr getan, dass meine Gefühle ihr egal sind, wollte ich nicht immer am meisten das Beste für sie?
Es tut weh zu hören, dass sie uns beide nicht zusammen ertragen kann.
Es tut weh, dass meine ehemals beste Freundin, für die ich alles tun wollte, die ich so sehr retten wollte, wegen der ich so viel geweint und auf mich genommen hab, es mir nicht gönnt eine Beziehung mit jemandem zu führen, dem das helfen würde.
Ich bin sicher, dass wir uns gegenseitig gut tun können.
Niemand hat gesagt, dass sie deshalb im Stich gelassen wird.
Er verbringt immer noch so verdammt viel Zeit mit ihr. Es fällt mir schwer, sehr sehr schwer, nicht neidisch zu sein.
Seit nun eineinhalb Jahren bin ich immer nur die zweite Wahl, immer nur der Back-up-Plan, immer nur die Freundin, die die Freundin der Bekannten ist, auf die man eigentlich steht. Nie mehr als ein Zeitvertreib.
Dann bin ich halt ein Zeitvertreib. Der dauernd lächelnde Zeitvertreib. Die happy pappy Ina, die keine süße.
Ist okay.
Es tut ja noch nicht weh, es ist ja noch schön. Es fühlt sich doch gut an morgens nebeneinander aufzuwachen und sich zu umarmen, sich keine süße Nachrichten zu hinterlassen und gegenseitig Kaffee zu kochen. Händchen zu halten. Zigaretten zu verschenken.
Ich verstehe, dass sie ihm viel mehr bedeutet, als ich es tue. Reicht das nicht?
Können wir keine schöne Zeit haben und uns für einander freuen?
Offiziell heißt es, dass er und ich zusammen sind und sie von ihm nicht mehr als Freundschaft will und dass er das akzeptiert.
Aber ich spüre doch, dass das gelogen ist, spüre doch, dass ich irgendwie eine Hürde für sie bin und dass er seine Zeit mit ihr nutzen will.
Was heißt es denn inoffiziell?
Können wir nicht einfach ehrlich sein? Und höflich? Zuvorkommend? Gönnend? Froh für einander?
Wieso verfallen wir immer und immer wieder in die gleichen beschissenen Rollen?
Was hab ich ihr getan, dass meine Gefühle ihr egal sind, wollte ich nicht immer am meisten das Beste für sie?
Dienstag, 25. März 2014
Der letzte kalte Schluck Kaffee
Soziale Interaktionen verlassen das Schulgelände nicht mehr, obwohl wir doch so sehr wollten, dass das alles bestehen bleibt, wir wollten doch so unbedingt, dass wir immer für einander da sind.
Doch inzwischen wissen wir nicht, wie miteinander zu reden ist.
Es ist nicht so, dass alles besprochen wäre, uns fehlt jediglich ein Ansatz an Interesse und Motivation.
Ich wollte doch leben. Und glücklich sein.
Ich wollte Sternschnuppen verwünschen, für die Dinge, die mir so tief auf dem Herzen liegen, dass ich sie nur in betrunken ausspreche,
wollte Grashalme zählen und rupfen, mit ihnen meine Geschichten erleben, im Sonnenlicht lesen,
wollte so viel schöner aussehen, als es sich gehört, wahrhaftig lächelnd neue Erfahrungen machen
und leben. Und glücklich sein.
Doch die leeren Hüllen unserer Wachheit schleppen sich nur noch vom Kursraum zur Raucherbrücke, die gesammelte Nervosität der vergangenen 5700 Sekunden rauszulassen und sich auf die nächsten vorzubereiten.
Wir leben nicht mehr, wir sind mehr als verstaubt. Mehr als abgenutze Medallions, deren Einkerbung zum verschließen abgekratzt ist.
In uns scheint sich fast kein Wille mehr zu verstecken,
wie können wir das einfach hinnehmen?
Uns unsere Jugend selbst rauben?
Es gibt kein später und wir haben schon so viele Fehler gemacht,
wieso haben wir aufgehört, aufgegeben, alles vollends zu genießen?
Doch inzwischen wissen wir nicht, wie miteinander zu reden ist.
Es ist nicht so, dass alles besprochen wäre, uns fehlt jediglich ein Ansatz an Interesse und Motivation.
Ich wollte doch leben. Und glücklich sein.
Ich wollte Sternschnuppen verwünschen, für die Dinge, die mir so tief auf dem Herzen liegen, dass ich sie nur in betrunken ausspreche,
wollte Grashalme zählen und rupfen, mit ihnen meine Geschichten erleben, im Sonnenlicht lesen,
wollte so viel schöner aussehen, als es sich gehört, wahrhaftig lächelnd neue Erfahrungen machen
und leben. Und glücklich sein.
Doch die leeren Hüllen unserer Wachheit schleppen sich nur noch vom Kursraum zur Raucherbrücke, die gesammelte Nervosität der vergangenen 5700 Sekunden rauszulassen und sich auf die nächsten vorzubereiten.
Wir leben nicht mehr, wir sind mehr als verstaubt. Mehr als abgenutze Medallions, deren Einkerbung zum verschließen abgekratzt ist.
In uns scheint sich fast kein Wille mehr zu verstecken,
wie können wir das einfach hinnehmen?
Uns unsere Jugend selbst rauben?
Es gibt kein später und wir haben schon so viele Fehler gemacht,
wieso haben wir aufgehört, aufgegeben, alles vollends zu genießen?
Samstag, 22. März 2014
Es ist 490 Tage her.
Vor 490 Tagen habe ich zuletzt gepostet. Es war ein Samstag im November.
Ich möchte erzählen, was in der Zwischenzeit passiert ist.
Niklas hatte mich verlassen. Nachdem wir viele Monate miteinander geschrieben hatten, hat er mich nach seinem Besuch bei mir 'verlassen', dadurch, dass er nie wieder Zeit hatte. Nie wieder mit mir geschrieben hat.
Das hat mich verletzt, wirklich. Ich hab mir eingeredet, dass ich ihn ganz schnell vergessen werde, so wie ich andere vergessen kann. Und ich wollte mehr, ich wollte mehr rummachen und mehr verbotenes und all diese Sachen.
Ich fing Anfang Oktober 2012 an zu rauchen und hörte bis heute nicht auf.
Immer eine Zigarette, wenn du kurz davor bist zu weinen, jeden Tag eine und du drehst nicht durch.
Dann war ich mit Joel zusammen, ein Typ, der langweilig ist, mich gezwungen hat mit ihm Twillight zu gucken und sich von mir mit jeder Selbstverständlichkeit hat bekochen lassen.
Dafür war ich aber auch meine Jungfräulichkeit los.
Das, was mich zuvor einschränkte, dieses Wannabe-Heiligtum, hatte ich überstanden und wollte mehr. Mehr sein, als nur das kleine Mädchen, dass zu früh falsche Entscheidungen trifft.
Ich wollte leben, ausgiebig und wild.
Nachdem ich Ende November mit Joel Schluss gemacht hab, fing Ende Dezember meine Zeit mit Tim an.
Wir trafen uns für Sex, vorerst, aber irgendwie hatte sich daraus über die Osterferien etwas entwickelt.
Wir wollten uns zwar sehen, aber wussten nicht, was es zu tun galt, als wir die Chance hatten.
Und wir kamen zusammen.
Wir waren immernoch nicht mehr, als Friends-with-benefits, aber immerhin zusammen.
In der Zeit fing es an, dass meine besten Freunde Probleme kriegten, unglücklich waren.
Sie hatten Sex mit einem Jungen, den sie kaum kannten (nicht viel besser als ich) und sind sich gegenseitig 'fremdgegangen'.
Aus unserem sorgenfreien Leben wurde ein Teufelskreis.
Wir waren unglücklich, also wollten wir betrunken sein, wir waren betrunken, also wollten geliebt werden, wir wollten geliebt werden, also hatten wir Sex, wir hatten lieblosen Sex, also waren wir unglücklich.
Ich saß zwischen 2 Stühlen. Meinem Liebesleben und das Leben meiner besten Freunde. Ich wollte für sie da sein, hab mich deshalb auch oft mit Tim gestritten. Unser oberstes Ziel war es zusammen zu bleiben, wir alle.
Dann lernte ich Sarah kennen, am 18.04.. Ich kannte sie schon aus meinem Philosophiekurs, aber am 18.04. zeigte ich ihr mein Leben.
Sie kam mit zu Annika, Florentine und mir, wir rauchten eine und beschlossen mit Sarah zu picknicken.
Und so wurden wir Freunde.
Annika, Flo und mir ging es weiterhin schlecht und Sarah passte irgendwie dazu und hat auch versucht uns zu helfen.
Und irgendwann war es so weit. Annika versuchte sich umzubringen.
Es war ein Donnerstag, der 20., unser neue Freitag der 13..
Und grauenhaft. Ich lief aus der Schule in den Wald, den wir alle so sehr liebten, rauchte 2-3 Zigaretten und versuchte irgendwie mein Physikheft zu retten.
Dann rief ich Tim an und heulte mich bei ihm aus.
Zuhause erzählte ich meiner Mutter von der ganzen Geschichte, ich suchte irgendeinen Rat und ich wollte so sehr, dass Annika zurück kommt, wir wollten doch nur für sie da sein.
Und ich durfte nicht mit ihr reden.
Garnicht.
Einige Tage später wollen Sarah, Flo und ich uns treffen, aber Flo ist wie immer zu spät.
Wir gehen zu ihr, klingeln, rufen an, simsen ihr und irgendwann krieg ich einen Anruf von Luzie, Flos kleiner Schwester.
Luzie: Hay Ina, ich geb dir mal meine Mutter.
Ich: Okay..
Flos Mum: Hallo Ina. Du darfst nicht versuchen Flo zu erreichen. Sie hat versucht sich umzubringen und wir sind gerade auf dem Weg in die Klinik.
Ina?
Ich: ..Okay.
Flos Mum: Okay.
Und das war zu viel. Annika UND Flo weggenommen zu kriegen. Gleichzeitig einen Freund, der mir ein schlechtes Gewissen macht und neben mir von anderen Mädchen, meinen Freunden, schwärmt.
Ich machte schluss.
Ich konnte so viel nicht mehr.
Flo durften wir besuchen in den Sommerferien, sind dann mit ihrem Vater zusammen dahin gefahren und haben mit ihr über die Klinik und alles geredet.
Annika hätte sich von sich aus bei uns melden können, hat sich aber dagegen entschieden und es hat mich fertig gemacht.
Ich hab so sehr versucht für sie da zu sein und mir so viel Mühe gegeben und sie zieht es vor sich mit dem Jungen, der ihr gesagt hat, dass sie sich doch umbringen soll, meinem Ex-Freund Tim, zu treffen? Es in Kauf zu nehmen, dass ich dadurch verletzt werde?
Es tat mir alles so leid. Ich gab mein bestes nur noch für andere da zu sein und ertrank in meinem eigenen Kummer.
Ab da war es schwierig.
Als Annika und Flo wieder aus der Klinik raus waren trafen wir uns zwar noch, aber nie wieder so wie vorher, als wir leben wollten.
Der Kontakt allgemein nahm ab, auch zwischen Sarah und mir, wir hatten alle irgendwie Streit.
Dann hatten wir Streit mit Sarah, weil sie sich mit Flo gestritten hat, dann waren Sarah und ich wieder befreundet..
Nun sind Sarah und ich von Annika und Flo angepisst, weil es immernoch immer nur um sie geht und wir nicht wirklich das Gefühl haben, dass sie diese ganze Aufmerksamkeit weiterhin verdient haben.
Ich war mit Jason zusammen. 5 Monate, bis vor einem Monat. Aber er hat mich auch schlecht behandelt und ich will das nicht mehr.
Ich möchte doch nur glücklich sein können.
Damals mit Niklas ging das.
Ich denke so oft an ihn.
Ich vermisse ihn so sehr.
Das, was am schwierigsten ist, ist hinzunehmen, dass ich einfach nicht gut genug bin um geliebt zu werden.
Ich möchte erzählen, was in der Zwischenzeit passiert ist.
Niklas hatte mich verlassen. Nachdem wir viele Monate miteinander geschrieben hatten, hat er mich nach seinem Besuch bei mir 'verlassen', dadurch, dass er nie wieder Zeit hatte. Nie wieder mit mir geschrieben hat.
Das hat mich verletzt, wirklich. Ich hab mir eingeredet, dass ich ihn ganz schnell vergessen werde, so wie ich andere vergessen kann. Und ich wollte mehr, ich wollte mehr rummachen und mehr verbotenes und all diese Sachen.
Ich fing Anfang Oktober 2012 an zu rauchen und hörte bis heute nicht auf.
Immer eine Zigarette, wenn du kurz davor bist zu weinen, jeden Tag eine und du drehst nicht durch.
Dann war ich mit Joel zusammen, ein Typ, der langweilig ist, mich gezwungen hat mit ihm Twillight zu gucken und sich von mir mit jeder Selbstverständlichkeit hat bekochen lassen.
Dafür war ich aber auch meine Jungfräulichkeit los.
Das, was mich zuvor einschränkte, dieses Wannabe-Heiligtum, hatte ich überstanden und wollte mehr. Mehr sein, als nur das kleine Mädchen, dass zu früh falsche Entscheidungen trifft.
Ich wollte leben, ausgiebig und wild.
Nachdem ich Ende November mit Joel Schluss gemacht hab, fing Ende Dezember meine Zeit mit Tim an.
Wir trafen uns für Sex, vorerst, aber irgendwie hatte sich daraus über die Osterferien etwas entwickelt.
Wir wollten uns zwar sehen, aber wussten nicht, was es zu tun galt, als wir die Chance hatten.
Und wir kamen zusammen.
Wir waren immernoch nicht mehr, als Friends-with-benefits, aber immerhin zusammen.
In der Zeit fing es an, dass meine besten Freunde Probleme kriegten, unglücklich waren.
Sie hatten Sex mit einem Jungen, den sie kaum kannten (nicht viel besser als ich) und sind sich gegenseitig 'fremdgegangen'.
Aus unserem sorgenfreien Leben wurde ein Teufelskreis.
Wir waren unglücklich, also wollten wir betrunken sein, wir waren betrunken, also wollten geliebt werden, wir wollten geliebt werden, also hatten wir Sex, wir hatten lieblosen Sex, also waren wir unglücklich.
Ich saß zwischen 2 Stühlen. Meinem Liebesleben und das Leben meiner besten Freunde. Ich wollte für sie da sein, hab mich deshalb auch oft mit Tim gestritten. Unser oberstes Ziel war es zusammen zu bleiben, wir alle.
Dann lernte ich Sarah kennen, am 18.04.. Ich kannte sie schon aus meinem Philosophiekurs, aber am 18.04. zeigte ich ihr mein Leben.
Sie kam mit zu Annika, Florentine und mir, wir rauchten eine und beschlossen mit Sarah zu picknicken.
Und so wurden wir Freunde.
Annika, Flo und mir ging es weiterhin schlecht und Sarah passte irgendwie dazu und hat auch versucht uns zu helfen.
Und irgendwann war es so weit. Annika versuchte sich umzubringen.
Es war ein Donnerstag, der 20., unser neue Freitag der 13..
Und grauenhaft. Ich lief aus der Schule in den Wald, den wir alle so sehr liebten, rauchte 2-3 Zigaretten und versuchte irgendwie mein Physikheft zu retten.
Dann rief ich Tim an und heulte mich bei ihm aus.
Zuhause erzählte ich meiner Mutter von der ganzen Geschichte, ich suchte irgendeinen Rat und ich wollte so sehr, dass Annika zurück kommt, wir wollten doch nur für sie da sein.
Und ich durfte nicht mit ihr reden.
Garnicht.
Einige Tage später wollen Sarah, Flo und ich uns treffen, aber Flo ist wie immer zu spät.
Wir gehen zu ihr, klingeln, rufen an, simsen ihr und irgendwann krieg ich einen Anruf von Luzie, Flos kleiner Schwester.
Luzie: Hay Ina, ich geb dir mal meine Mutter.
Ich: Okay..
Flos Mum: Hallo Ina. Du darfst nicht versuchen Flo zu erreichen. Sie hat versucht sich umzubringen und wir sind gerade auf dem Weg in die Klinik.
Ina?
Ich: ..Okay.
Flos Mum: Okay.
Und das war zu viel. Annika UND Flo weggenommen zu kriegen. Gleichzeitig einen Freund, der mir ein schlechtes Gewissen macht und neben mir von anderen Mädchen, meinen Freunden, schwärmt.
Ich machte schluss.
Ich konnte so viel nicht mehr.
Flo durften wir besuchen in den Sommerferien, sind dann mit ihrem Vater zusammen dahin gefahren und haben mit ihr über die Klinik und alles geredet.
Annika hätte sich von sich aus bei uns melden können, hat sich aber dagegen entschieden und es hat mich fertig gemacht.
Ich hab so sehr versucht für sie da zu sein und mir so viel Mühe gegeben und sie zieht es vor sich mit dem Jungen, der ihr gesagt hat, dass sie sich doch umbringen soll, meinem Ex-Freund Tim, zu treffen? Es in Kauf zu nehmen, dass ich dadurch verletzt werde?
Es tat mir alles so leid. Ich gab mein bestes nur noch für andere da zu sein und ertrank in meinem eigenen Kummer.
Ab da war es schwierig.
Als Annika und Flo wieder aus der Klinik raus waren trafen wir uns zwar noch, aber nie wieder so wie vorher, als wir leben wollten.
Der Kontakt allgemein nahm ab, auch zwischen Sarah und mir, wir hatten alle irgendwie Streit.
Dann hatten wir Streit mit Sarah, weil sie sich mit Flo gestritten hat, dann waren Sarah und ich wieder befreundet..
Nun sind Sarah und ich von Annika und Flo angepisst, weil es immernoch immer nur um sie geht und wir nicht wirklich das Gefühl haben, dass sie diese ganze Aufmerksamkeit weiterhin verdient haben.
Ich war mit Jason zusammen. 5 Monate, bis vor einem Monat. Aber er hat mich auch schlecht behandelt und ich will das nicht mehr.
Ich möchte doch nur glücklich sein können.
Damals mit Niklas ging das.
Ich denke so oft an ihn.
Ich vermisse ihn so sehr.
Das, was am schwierigsten ist, ist hinzunehmen, dass ich einfach nicht gut genug bin um geliebt zu werden.
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