Sonntag, 11. Mai 2014

Ich bin es leid

Was soll ich tun, wem soll ich schreiben?
Es tut weh zu hören, dass sie uns beide nicht zusammen ertragen kann.
Es tut weh, dass meine ehemals beste Freundin, für die ich alles tun wollte, die ich so sehr retten wollte, wegen der ich so viel geweint und auf mich genommen hab, es mir nicht gönnt eine Beziehung mit jemandem zu führen, dem das helfen würde.
Ich bin sicher, dass wir uns gegenseitig gut tun können.
Niemand hat gesagt, dass sie deshalb im Stich gelassen wird.
Er verbringt immer noch so verdammt viel Zeit mit ihr. Es fällt mir schwer, sehr sehr schwer, nicht neidisch zu sein.

Seit nun eineinhalb Jahren bin ich immer nur die zweite Wahl, immer nur der Back-up-Plan, immer nur die Freundin, die die Freundin der Bekannten ist, auf die man eigentlich steht. Nie mehr als ein Zeitvertreib.
Dann bin ich halt ein Zeitvertreib. Der dauernd lächelnde Zeitvertreib. Die happy pappy Ina, die keine süße.
Ist okay.
Es tut ja noch nicht weh, es ist ja noch schön. Es fühlt sich doch gut an morgens nebeneinander aufzuwachen und sich zu umarmen, sich keine süße Nachrichten zu hinterlassen und gegenseitig Kaffee zu kochen. Händchen zu halten. Zigaretten zu verschenken.
Ich verstehe, dass sie ihm viel mehr bedeutet, als ich es tue. Reicht das nicht?
Können wir keine schöne Zeit haben und uns für einander freuen?

Offiziell heißt es, dass er und ich zusammen sind und sie von ihm nicht mehr als Freundschaft will und dass er das akzeptiert.
Aber ich spüre doch, dass das gelogen ist, spüre doch, dass ich irgendwie eine Hürde für sie bin und dass er seine Zeit mit ihr nutzen will.
Was heißt es denn inoffiziell?

Können wir nicht einfach ehrlich sein? Und höflich? Zuvorkommend? Gönnend? Froh für einander?

Wieso verfallen wir immer und immer wieder in die gleichen beschissenen Rollen?
Was hab ich ihr getan, dass meine Gefühle ihr egal sind, wollte ich nicht immer am meisten das Beste für sie?

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