Soziale Interaktionen verlassen das Schulgelände nicht mehr, obwohl wir doch so sehr wollten, dass das alles bestehen bleibt, wir wollten doch so unbedingt, dass wir immer für einander da sind.
Doch inzwischen wissen wir nicht, wie miteinander zu reden ist.
Es ist nicht so, dass alles besprochen wäre, uns fehlt jediglich ein Ansatz an Interesse und Motivation.
Ich wollte doch leben. Und glücklich sein.
Ich wollte Sternschnuppen verwünschen, für die Dinge, die mir so tief auf dem Herzen liegen, dass ich sie nur in betrunken ausspreche,
wollte Grashalme zählen und rupfen, mit ihnen meine Geschichten erleben, im Sonnenlicht lesen,
wollte so viel schöner aussehen, als es sich gehört, wahrhaftig lächelnd neue Erfahrungen machen
und leben. Und glücklich sein.
Doch die leeren Hüllen unserer Wachheit schleppen sich nur noch vom Kursraum zur Raucherbrücke, die gesammelte Nervosität der vergangenen 5700 Sekunden rauszulassen und sich auf die nächsten vorzubereiten.
Wir leben nicht mehr, wir sind mehr als verstaubt. Mehr als abgenutze Medallions, deren Einkerbung zum verschließen abgekratzt ist.
In uns scheint sich fast kein Wille mehr zu verstecken,
wie können wir das einfach hinnehmen?
Uns unsere Jugend selbst rauben?
Es gibt kein später und wir haben schon so viele Fehler gemacht,
wieso haben wir aufgehört, aufgegeben, alles vollends zu genießen?
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